Torpedobootzerstörer SMS V116

Modell im Masstab 1:100
Anfang der 90er Jahre, des 19. Jahrhunderts, setzte sich ein neuer Schiffstyp zur Bekämpfung von Torpedobooten durch. Als Torpedobootzerstörer bezeichnet, handelte es sich dabei um ein etwas größeres Schiff, welches für vielseitigere Aufgaben, als nur zur Torpedobootjagd geeignet war. Er konnte sowohl als Minenleger, Aufklärer und  als Begleitschutz größerer Schiffe eingesetzt werden. Die meisten dieser neuen Torpedobootzerstörer erhielten, für die damalige Zeit, neue Turbinenantriebe. Dies versprach einen erheblichen Geschwindigkeitsvorteil und weniger Wartungsarbeiten, gegenüber den Dampfmaschinen. Dieser Typ gillt als der „Urvater“ der modernen Zerstörer. Die „SMS V116“ ist eines der letzten Torpedoboote der kaiserlichen Marine gewesen. Diese Boote waren in Bezug auf Kampfkraft das Nonplusultra der Zerstörer/Torpedoboote des I.WK. Mit über 2.000 Tonnen, ihren vier 15 Zentimeter Geschützen, führten sie die Atillerie eines damaligen Kreuzers. Die Benennung als Zerstörer erfolgte erst nach dem Krieg. Die „V116“ ging als Kriegbeute nach Italien und verblieb dort bis 1939 als Zerstörer „Premuda“ im Dienst.
Stapellauf/Bauwerft:  02.03.1918/Vulcan-Werke AG, Stettin (Deutschland)
Schiffsart und -Klasse: Große Torpedoboote (Zerstörer), Typschiff: V 116, Schwesterschiffe: V 117, V 118
Besatzung: 176 bis 188 Mann
Technische Angaben: Gewicht voll ausgerüstet: 2.360 t
Länge über alles: 107,50 m; Breite: 10,40 m; Tiefgang: 4,52 m
Antrieb: 2 Satz Vulcan-Getriebeturbinen, 4x Marine-Öl-Doppelkessel mit 55.300 WPS auf zwei Wellen
Geschw.: 35,2 kn
Fahrbereich: 2.500 sm bei 20 kn
Bewaffnung:  4 150 mm Utof L/45 (4×1);
4 7,92 mm Flak MG (4×1);
4 600 mm Torpedorohre (2×2 Decks-V-Rohre),
8 Torpedos
Endschicksal:  Am 31.07.1918 Reichsmarine, am 23.05.1920 ausgeliefert und nach Cherbourg überführt. Nach Italien als Kriegsbeute, am 01.06.1921 dort als „Premuda“ in Dienst. Am 01.01.1939 in Spezia außer Dienst gestellt und abgewrackt. 
 
Das Modell wurde 1993 von meinem Modellbaufreund Karl-Heinz Röhrig, nach Bauplan gebaut. Seitdem war es auf etlichen Veranstaltungen zu sehen, u.a. auch bei den Treffen der Kaiserlichen Marine in Wuppertal. Nach Übernahme des Modells, erfolgte eine umfassende Restaurierung, bedingt durch die lange Laufzeit.
Presse:
Modellwerft 02/2002, Seite 14 (Baubericht)
Modellwerft 02/2012, Seite 14 (Restaurierung)
WDR-Regional 2002, Video zum letzetn Kaiserlichen Marinetreffen in Wuppertal.
Modell: Länge 107 cm, Breite 10 cm, Gewicht ca. 2,1 kg. Sonderfunktionen: Positionsbeleuchtung und Suchscheinwerfer
Eigentümer: Andreas Schiffer