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Die deutschen Schnellboote, die im Zweiten
Weltkrieg schließlich eine Länge von etwa 35 m und ein Gewicht von 100 t
hatten, erhielten zwei in der Back eingebaute Torpedorohre mit
charakteristischen Aussparungen für die Klappen der Torpedorohre. Dazu
kamen mehrere leichte Rohrwaffen verschiedenen Kalibers, deren Anzahl
während des Krieges laufend zunahm. Ab der mit S 100 beginnenden
Bauserie hatten die deutschen Schnellboote eine gepanzerte Kalottenbrücke,
um zumindest das Brückenpersonal vor der Waffenwirkung von Tieffliegern zu
schützen. Der Rumpf war in
Komposit-Bauweise
mit Spantengerüst aus einer Leichtmetalllegierungen und mehrlagiger
Holzbeplankung (Diagonalkraweel)
gebaut. Diese Schnellboote, von denen über 200 Exemplare zum Einsatz
kamen, griffen vor allem nachts die Küstenschifffahrt um die britischen
Inseln an, wurden aber auch über Autostraßen und auf den
Binnenschifffahrtswegen ins Mittelmeer und das Schwarze Meer verlegt.

Ab etwa 1943 ging die Hauptlast der Offensive durch Überwasserkräfte
auf die Schnellboote über, da die großen Einheiten entweder vernichtet
waren, oder nicht mehr mit Aussicht auf Erfolg operieren konnten.
Entsprechend hoch waren die Verluste der Schnellbootfahrer, obwohl sich
die Boote selbst als sehr widerstandsfähig erwiesen.Die Alliierten nannten
die deutschen Schnellboote „E-Boats“, eine Abkürzung für "Enemy-Boats"
(dt.: "Feindboote").

Ein Schnellboot aus dieser Zeit, das ehemalige S 130, war bis in
die 1970er Jahre bei der Bundesmarine zu verschiedenen Zwecken im Einsatz
und ist nach vielen Umbauten bis heute erhalten geblieben. S 130
liegt heute in England und gehört dem "British Military Powerboat Trust" (Webseite des BMPT).
Es ist derzeit nicht zu besichtigen, soll aber in Zukunft in einer
Ausstellung gezeigt werden. Dem Trust fehlen jedoch derzeit die Mittel zur
Restaurierung. Der Verein besitzt verschiedene historische Militärboote.
Das Modell wurde im Maßstab 1:40 gebaut
Länge über alles: 980 mm;
Breite: 140 mm; Tiefgang: ca. 45 mm

Erbauer: Thomas Baur |