Schnellboot S-204

 

                                          Detailansicht

 


Die deutschen Schnellboote, die im Zweiten Weltkrieg schließlich eine Länge von etwa 35 m und ein Gewicht von 100 t hatten, erhielten zwei in der Back eingebaute Torpedorohre mit charakteristischen Aussparungen für die Klappen der Torpedorohre. Dazu kamen mehrere leichte Rohrwaffen verschiedenen Kalibers, deren Anzahl während des Krieges laufend zunahm. Ab der mit S 100 beginnenden Bauserie hatten die deutschen Schnellboote eine gepanzerte Kalottenbrücke, um zumindest das Brückenpersonal vor der Waffenwirkung von Tieffliegern zu schützen. Der Rumpf war in Komposit-Bauweise mit Spantengerüst aus einer Leichtmetalllegierungen und mehrlagiger Holzbeplankung (Diagonalkraweel) gebaut. Diese Schnellboote, von denen über 200 Exemplare zum Einsatz kamen, griffen vor allem nachts die Küstenschifffahrt um die britischen Inseln an, wurden aber auch über Autostraßen und auf den Binnenschifffahrtswegen ins Mittelmeer und das Schwarze Meer verlegt.



Ab etwa 1943 ging die Hauptlast der Offensive durch Überwasserkräfte auf die Schnellboote über, da die großen Einheiten entweder vernichtet waren, oder nicht mehr mit Aussicht auf Erfolg operieren konnten. Entsprechend hoch waren die Verluste der Schnellbootfahrer, obwohl sich die Boote selbst als sehr widerstandsfähig erwiesen.Die Alliierten nannten die deutschen Schnellboote „E-Boats“, eine Abkürzung für "Enemy-Boats" (dt.: "Feindboote").


Ein Schnellboot aus dieser Zeit, das ehemalige S 130, war bis in die 1970er Jahre bei der Bundesmarine zu verschiedenen Zwecken im Einsatz und ist nach vielen Umbauten bis heute erhalten geblieben. S 130 liegt heute in England und gehört dem "British Military Powerboat Trust" (Webseite des BMPT). Es ist derzeit nicht zu besichtigen, soll aber in Zukunft in einer Ausstellung gezeigt werden. Dem Trust fehlen jedoch derzeit die Mittel zur Restaurierung. Der Verein besitzt verschiedene historische Militärboote.

Das Modell wurde im Maßstab 1:40 gebaut
Länge über alles: 980 mm; Breite: 140 mm; Tiefgang: ca. 45 mm




Erbauer: Thomas Baur

 

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