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Der von dem Schiffsbau-Konstruktionsbüro
Kölln Jacoby stammende Entwurf war allem Anschein nach so gut, dass noch 3
Schlepper
gleichen Typ´s von der französischen Marine Nachbestellungen
wurden. Als Antrieb erhielt die " Hamburg " 2 MAK-Dieselmotoren von
je
2207 KW gleich 3000 PSi. Sie arbeiten über Doppel-Wendegetriebe und ein
Untersetzungsgetriebe auf einen , in einer Kortdüse laufenden, Propeller.
Die vollautomatisierte Maschinenanlage konnte von der Brücke aus gefahren
werden, das erlaubte einen 16 stündigen wachfreien Betrieb.
Die Bunkerkapazität reichte für einen Aktionsradius von 40 Tagen. die "
Hamburg " verfügte über alle notwendigen Ausrüstungen
um bei Bergungen und
Bränden aller Art eingesetzt zu werden. Zwei Löschmonitore, kombiniert für
Wasser und Schaum, sind auf dem
hinteren Schornsteinpodest installiert und
leisten ca. 350 ccm Löschwasser pro Stunde. Außer dem hydraulischem
Schlepphaken,
der einen Zug von max. 40 t aufnimmt, führt die
elektrohydraulischen Schleppeinrichtung auf ihren beiden Trommeln je 1250
Meter Trosse
von 5,25 Zoll
( 13,5 cm ) Durchmesser mit. Sie ist für einen Trossenzug von 50 t.
ausgelegt der Pfahlzug beträgt 62 Tonnen.
Das Ladegeschirr war auf 4 t
ausgelegt. Das Ladegeschirr konnte über eine Ladewinde bzw. über eine
Hangarwinde betätigt werden.
Die elektrische Bugankerwinde führte
2 mal 32 Meter Kette mit sich. Als Rettungsmittel standen 2 Rettungsboote
und 2 Rettungsinseln
zu Verfügung. Eins der Boote besaß einen
20 PS Dieselmotor. Die Besatzung, 16 Personen, wohnte in
vollklimatisierten Doppel- und Einzelkammern. Außerdem war ein kleines
Hospital
an Bord. die Ausstattung der nautischen Geräte entsprach modernsten
Ansprüchen.
Für den Ernstfall führte die " Hamburg " auf dem Peildeck eine
Seenot-Funkboje mit, die selbständig aufschwamm und bei Berührung
mit
Seewasser automatisch zu senden begann. Eingesetzt wurde die " Hamburg "
um aufgebrauchte Liberty-Frachter von ihren
Liegeplätzen in den USA über
den Atlantik nach Europa zum verschrotten zu bringen. Dieses Schleppen
geschah meist paarweise,
und oftmals wurde aus den Tanks der Liberty-Schiffen nachgebunkert. Außer den Liberty-Schiffen wurde auch
Abbruchschiffe über alle Weltmeere verschleppt. Darunter war auch der
ehemalige Cunard-Liner " Caronia ". Umbenannt in
" Caribia " trat das Schiff als Anhang der
" Hamburg " seine letzte Reise
zum Verschrotten nach Fernost an, erreichte das Ziel aber nicht.
Aus Anlass für einen Zwischenstop hatte der Schleppzug die Insel Quam im
Pazifik angelaufen und war dort in einen schweren Sturm geraten, dabei
riss der Anhang vom Schlepper ab und trieb auf die Küste zu, wobei die "
Caribia " direkt vor der Hafeneinfahrt eines Stützpunktes
der US-Marine
strandete und kenterte. Das Wrack versperrte den Hafen so das die
amerikanische Marine weder ein- noch auslaufen konnte.

Die " Hamburg " wurde arrestiert und an
die Eigentümer hohe Schadensersatzforderungen gestellt. Man vermutete
sogar das der KGB
das ganze inszeniert hätte. In Hamburg führte dieses
Spektakel zu Zerwürfnissen unter den Partnerreedern des Schleppers.
Nach
dem die
" Hamburg " aus dem politischen Spektakel befreit worden war, trennte sich
die Reederei von ihrem Flaggschiff
und verkaufte es nach Holland.
Vorher wurde die " Hamburg " zur Grundüberholung auf die Mützelfeldt-Werft
in Cuxhaven verbracht.
Sie ging danach an die Schlepprederei Wijsmuller in
Ijmuden. Als " Amsterdam " fuhr dieser größte jemals in Hamburg gebaute
Schlepper
noch über 10 Jahre für die neue Reederei; davon die letzten
Jahre unter der Panama-Flagge im Kriegsgebiet des persischen Golf´s , zum
Abschleppen von Tankern die durch Luftangriffe beschädigt worden waren.
Solch ein Einsatz wurde der " Amsterdam " zum Verhängnis,
denn Ende 1985 geriet während eines Einsatzes eine Trosse in die Schraube.
Dabei wurden Propeller und Getriebe vollkommen zerstört,
so dass eine Reparatur
nicht mehr lohnte und der Schlepper zum Verschrotten nach Pakistan
verkauft wurde.
| Technische
Daten: |
Original |
Modell in
Maßstab 1:50 |
| Länge ü.a. |
51,3 m |
102,6 cm |
| Breite |
11,5 m |
23 cm |
| Tiefgang |
5,9 m |
11,8 cm |
| Seitenhöhe |
5,7m |
11,4 cm |
| Gewicht |
896,45 BRT |
12,5 kg |
Eigentümer: Hans Weiß
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