Ein Krabbenkutter ist ein speziell für den Fang von Nordseekrabben (von Einheimischen auch „Granat“ genannt) ausgerüstetes flachbodiges Schiff, dass sowohl mit Kuttertakelung (ein Mast mit Auslegern für Großsegel, Klüver- Fock- und/oder Großtoppsegeln) oder als Gaffelketch, als auch mit Motorbetrieb (Dieselmotor) auf Fangreise geht. Die Länge der Kutter kann bis zu 20 Meter betragen, die Breite bis zu 4,50 Meter. Ein Tiefgang von ca. 1,80 Meter wird seltenüberschritten. Stationiert sind diese Schiffstypen an Nord- und Ostsee in kleinen Häfen (Kutterhafen), die oft auch über einen Verarbeitungsbetrieb für den angelandeten Fang verfügen. Als empfindliches Lebensmittel müssen die Krabben schon an Bord abgekocht werden. Dies geschieht direkt im entnommenen Seewasser in einem Kochkessel, was den Krabben ihr einzigartiges Aroma verschafft. Der Beifang wird zumeist über Bord geworfen, weshalb Krabbenkutter meist von einem gierig wartenden Schwarm Möwen verfolgt werden. Der Fang geschieht über zwei Ausleger, den in Tönning erfundenen „Baumkurren“, an denen die Fangnetze seitlich in das Wasser gelassen und dann an Rollen gleitend über den Meeresboden gezogen werden und dabei die Krabben aufschrecken und einfangen (Grundnetz = „Kurre“). Aufgrund von Fangbeschränkungen der Nordseekrabben müssen sich viele Krabbenfischer heutzutage ein Zubrot verdienen, indem sie mit ihren Kuttern Touristenfahrten oder Angeltouren anbieten.

Das oben gezeigte Modell wurde mit viel Aufwand aus Holz nach Bauplan angefertigt. Neben der funktionsfähigen Beleuchtung wurde ein Soundmodul für das Motorgeräusch und einfunktionsfähiger Rauchgenerator eingebaut.

Das Modell wurde im Maßstab 1:15 gebaut worden
Länge: 1110 mm
Breite: 347 mm
Höhe: 1013 mm
Gewicht 14,5 Kg

Eigentümer: Michael Schütz