Z 38 konnte erst mit einiger Verspätung in Dienst gestellt werden (20.03.1943) und wurde im August 1943 als Sicherungsschiff für die Leichten Kreuzer „Nürnberg“ und „Emden“ eingesetzt bevor er am 24.09.43 von Saßnitz nach Trelleborg verlegte, wo er zum Verband des Schweren Kreuzers „Lützow“ (ex Deutschland) stieß und ihn in die Heimat geleitete (bis 29.09.43). Ende Oktober 43 verlegte Z 38 von Swinemünde nach Nordnorwegen und nahm an der letzten Fahrt der „Scharnhorst“ teil (25.-27.12.43). Im Anschluß wurde er bis zum Oktober 1944 als Sicherungsboot für das Schlachtschiff „Tirpitz“ eingesetzt; und bis Dezember 1944 als Sicherungs- und Aufklärungseinheit während der Räumung Nordnorwegens. In dieser Zeit lief der Zerstörer in Tromsö mit dem Heck auf einen Unterwasserfelsen, mußte die bereits geladenen Minen an Z 33 abgeben und anschließend in die Bogenbucht verlegen, um dort die Schäden beheben zu lassen. Am 22.01.1945 nahm Z 38 am Legen mehrerer Minensperren teil, bevor ab dem 25.01. den Rückmarsch in die Ostsee antrat. Bei dieser Verlegung kam es zu einem Gefecht mit den britischen Leichten Kreuzern „Diadem“ und „Mauritius“, in dessen Verlauf Z 38 einen Schornsteinbrand und einen Kesselrohrreißer erlitt. Nach dem Einlaufen in Kiel übernahm Z 38 200 Marineartilleristen und verlegte zusammen mit Z 34 nach Gotenhafen, wo sie am 05.02.1945 eintrafen.
Technische Daten:

Stapellauf/Bauwerft:  05.08.1941/Germania-Werft, Kiel (Deutschland)
Schiffsart und -Klasse: Zerstörer 1936 A (Mob) Klasse
Typschiff Z-37
Schwesterschiffe: Z-31 bis Z-34, Z-37, Z-39, Z-40 bis Z-42 (Bauauftrag annuliert)
Kennung:???
Besatzung: 332 Mann
Technische Angaben:Gewicht voll ausgerüstet: 3.597 t
Länge: 127 m; Breite: 12 m; Tiefgang: 4,62 m
Antrieb: 2 Satz Wagner-Deschimag-Turbinen mit Rädergetrieben, 6 Wagner- Doppelenderkessel (Betriebsdruck 70 atü, Betriebstemperatur 450 °C) mit 70.000 WPS auf zwei Wellen Geschw.: 36 kn Fahrbereich: 2.239 sm bei 19 kn
Bewaffnung:2 150 mm Tk. L/48 Modell C/38 in Drehscheibenlafette Modell C/38 (1×2); 3 150 mm Tk. L/48 Modell C/36 in Mittelpivotlafette C/36 mit Schilden (3×1); 4 37 mm Flak L/83 Modell C/30 in Doppellafette C/30 (2×2); 8 20 mm Flak L/65 Modell C/35 in Vierlingslafette C/38 (2×4); 4 20 mm Flak L/65 Modell C/38 in Doppellafette C/30 (2×2); 4 20 mm Flak L/65 Modell C/30 in Einzellafette C/30 ( 4×1); 8 533 mm Torpedorohre (2×4), 12 Torpedos; 60 Minen möglich; MES
Elektronik:  1 FuMO 24/25 (Luftraum- und Seeraumüberwachung)
Kommandanten:03.1943 bis 09.1944 KK. Gerfried Brutzer;
09.1944 bis 05.1945 KK. Wilhelm-Nikolaus v. Lyncker.
Endschicksal:Am 03./04.06.1945 mit deutsch-britischer Besatzung nach Wilhelmshaven überführt, dort überholt und 06./09.07.1945 nach Portsmouth weitergelaufen. Juli/September 1945 Probefahrten. Am 22.09.1945 verließ das restliche deutsche Maschinenpersonal Z-38, der unter dem Namen Nonsuch als Schul.- und Erprobungsschiff in der Royal Navy eingereiht wurde. Ende der vierziger Jahre wurde eraußer Dienst gestellt und kurz darauf zum Abwracken verkauft.

Bis zum Ende des Krieges wurde Z 38 ausschließlich in der östlichen und mittleren Ostsee eingesetzt und nahm dort vor allem an Landzielbeschießungen und Geleitsicherungen teil. U.a. wurden der mit Flüchtlingen vollbesetzte Passagierdampfer „Hamburg“ von Gotenhafen nach Saßnitz geleitet (20.02.). Ab Mitte März nahm Z 38 fast täglich am Landzielbeschuß bei Großendorf teil (bis Anfang April) – dabei hatte der Zerstörer am 29.03. einen Rohrkrepierer (1 Toter). Am 08./09.04.1945 geleitete Z 38 die Schweren Kreuzer „Lützow“ (ex Deutschland) und „Prinz Eugen“ von der Danziger Bucht nach Swinemünde, wo der Zerstörer dann zum Schraubenwechsel in die Werft ging. Am 04.05.45 mußte Z 38 Überlebende des Hilfskreuzers „Orion“ bergen, nachdem dieser von Bomben getroffen worden war; nach der Übernahme (zusammen mit dem Torpedoboot 33 und weiteren Hilfsfahrzeugen) gab Z 38 der sinkenden „Orion“ den Gnadenstoß. Am 08.05.45 verlegte Z 38 voll beladen mit Wehrmachtsangehörigen von Hela aus nach Kiel, verlegte kurzzeitig in die Flensburger Förde, bevor er am 10.05.45 zurück nach Kiel lief und dort außer Dienst gestellt wurde. Nach dem Krieg wurde Z 38 als „Nonsuch“ in die Royal Navy eingegliedert und Ende der vierziger Jahre abgewrackt.

Das Modell wurde im Maßstab 1:100 gebaut
Bauplanmodell
Länge: 127 cm/ Breite: 12 cm/ Gewicht: 4 kg

Eigentümer: Heinz Maier